Peter Bording

Bariton

Der niederländische Bariton wurde von Jan Handerson unterrichtet, erhielt sein Operndiplom »cum laude« an der Sweelinck-Academie des Konservatoriums Amsterdam und vollendete sein Studium an der Guildhall School of Music and Drama in London. Sein breites Repertoire umfasst alle Genres von Oper und Konzert über Operette bis hin zum Musical. Neben den Mozart-Partien von Papageno (»Die Zauberflöte«) bis Graf Almaviva (»Le nozze di Figaro«) sang er auf der Opern-Bühne mit großem Erfolg die Titelpartien in »Il barbiere di Siviglia« und »Pelléas et Mélisande« bei den Wiener Festwochen im Theater an der Wien, an der Staatsoper Stuttgart, der Staatsoper Hannover, der Oper Graz, dem Staatstheater Braunschweig, dem Aalto-Musiktheater in Essen, im Koninklijk Concertgebouw in Amsterdam und bei der Nederlandse Reisopera. 2015 machte er den Einstieg in ein schwereres Repertoire mit erfolgreichen Auftritten als Werner Egks Peer Gynt, Verdis Rigoletto und als John Proctor in Robert Wards »The Crucible« (»Hexenjagd«). Weitere wichtige Partien seines Repertoires sind Marcello (»La bohème«), Tonio sowie Silvio (»Pagliacci«), Alfio (»Cavalleria rusticana«), Germont (»La traviata«), Malatesta (»Don Pasquale«), Enrico (»Lucia di Lammermoor«), Riccardo (»I puritani«), Valentin (»Faust«), Albert (»Werther«) und Ramiro (»L’heure espagnole«). Darüber hinaus widmet er sich der zeitgenössischen Musik und kreierte Hauptpartien in Opern von Komponisten wie Peter Eötvös, Michael Jarrell und Sandeep Bhagwati bei Uraufführungen in Lyon, Paris, Genf und der Münchener Biennale.

Peter Bording war und ist an zahlreichen deutschen Opernhäusern und bei Festivals zu Gast, wie z. B. an der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart, der Staatsoper Hannover, der Deutschen Oper am Rhein, dem Nationaltheater Mannheim, der Oper Frankfurt, dem Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen, der Münchener Biennale, den Theatern in Dortmund, Bonn, Wiesbaden, Gießen, Koblenz, Bielefeld, Schwerin, Bremen, Wuppertal und an vielen anderen mehr. Außerdem war er als erster lyrischer Bariton dem renommierten Aalto-Musiktheater in Essen verbunden. Internationale Verpflichtungen führten ihn zu den Bregenzer Festspielen in Kurt Weills »Der Protagonist« und »Royal Palace«, den Wiener Festwochen, an die Opéra comique Paris und die Opéra National de Lyon, das Grand Théâtre de Genève, das Tokyo Metropolitan Theatre, das Theater Basel, die Staatsoper Budapest, die Polnische Nationaloper Warschau, die Nederlandse Reisopera sowie auf die Opern- und Konzertbühnen von Amsterdam, Brüssel, Antwerpen, Köln, Innsbruck, Luzern, Madrid, Barcelona, Lissabon, Kanazawa und Washington, D.C. Dabei sang er unter Dirigenten wie Adam Fischer, Lothar Zagrosek, Stefan Soltesz, Marc Albrecht, Yakov Kreizberg, Mstislav Rostropowitsch und Helmuth Rilling. In der Spielzeit 2017/2018 debütiert er an der Opéra Bastille in Paris als Danilo (»Die lustige Witwe«), singt und moderiert die Konzertreihe »Musical meets Opera« des Philharmonischen Orchesters Rotterdam und spielt weiterhin den Silvius in Oscar Straus’ Operette »Die Perlen der Cleopatra« an der Komischen Oper Berlin. Außerdem kehrt er mit zwei Rollendebüts (die Titelpartie von »Dantons Tod« und Scarpia (»Tosca«)) ans Theater Magdeburg zurück, wo er 2014 bereits den Heerrufer in Wagners »Lohengrin« gesungen hatte.