Johannes Wollrab

Bariton

Nach einer Lehre als Orgelbauer studierte Johannes Wollrab Gesang an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden. Noch während des Studiums musizierte er im Rundfunkchor Berlin mit dem Deutschen Sinfonieorchester und den Berliner Philharmonikern unter Kent Nagano und Sir Simon Rattle in Konzerten in Berlin, Salzburg und Tokio. Danach schloss er seine Ausbildung mit einem künstlerischen Aufbaustudium bei Ks. Andreas Schmidt ab. Besondere Anregungen für seine Karriere als Opernsänger holte er sich in Meisterkursen bei Ks. Evelyn Herlitzius und Ks. Olaf Bär. Zahlreiche Engagements und Gastspiele führten Johannes Wollrab an verschiedene deutschsprachige Bühnen, darunter die Oper Chemnitz, die Semperoper und die Staatsoperette Dresden, das Mittelsächsische Theater Freiberg-Döbeln, das Staatstheater Cottbus, die Theater Plauen-Zwickau, das Anhaltische Theater Dessau sowie das Theater Koblenz. Neben Auszeichnungen im Opernbereich – wie etwa dem Orpheus-Preis der Bad Hersfelder Opernfestspiele – war Johannes Wollrab Preisträger beim 22. Internationalen Robert-Stolz-Gesangswettbewerb in Hamburg. Sein künstlerisches Spektrum reicht vom Sakralgesang über Lied und Oper bis zur Operette. Mit den Partien Peter Besenbinder (»Hänsel und Gretel«) oder Herr Fluth (»Die lustigen Weiber von Windsor«) konnte er ebenso reüssieren wie als Papageno (»Die Zauberflöte«) oder als Figaro (»Il barbiere di Siviglia«). Der Eisenstein (»Fledermaus«) und der Marquis Aristide de Faublas (»Ball im Savoy«) gehören darüber hinaus zu seinen Paraderollen.
Neben seinen vielfältigen Theaterengagements widmet sich Johannes Wollrab immer wieder intensiv dem Lied- und Konzertgesang, u. a. mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Marc Minkowski und Christian Thielemann. Sein Repertoire umfasst Oratorien und Passionen von Bach, Händel und Telemann, chorsymphonische Werke von Haydn, Mendelssohn-Bartholdy, Fauré und Carl Orff sowie Lieder von Schubert, Schumann, Wolf und Busoni. Ausgewählte Werke der Neuen Musik sowie zeitgenössischer Komponisten runden sein Repertoire ab.
Seit der Spielzeit 2016/2017 gehört Johannes Wollrab dem Ensemble des Theaters Magdeburg an, wo er inzwischen bereits u. a. als in der Titelpartie der Telemann-Adaption von Händels »Riccardo I«, Elviro (»Xerxes«), als Papageno (»Die Zauberflöte«), Valentin (»Faust«), Escamillo in einer Kinderfassung von »Carmen«, Gardefeu in Offenbachs Operette »Pariser Leben«, Edwin (»Die Csárdásfürstin«), als Baron Koloman Zsupán (»Gräfin Mariza«), Wildhüter (»Rusalka), Kuligin (»Kátja Kabanová«), Pontius Pilatus (»Jesus Christ Superstar«) und Rochefort (»3 Musketiere«) zu erleben war. In der aktuellen Spielzeit steht Johannes Wollrab u. a. als Bill (»Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«), Graf Ceprano (»Rigoletto«) und Graf Peter Homonay (»Der Zigeunerbaron«) auf der Bühne. Außerdem entwirft er die Kampfchoreografie für Karen Stones Inszenierung von »Roméo et Juliette«.