Jakob Peters-Messer

Regie

Jakob Peters-Messer wurde in Viersen am Niederrhein geboren. Nach dem Studium der Musiktheaterregie in Hamburg war er von 1987 bis 1991 als Regieassistent von Götz Friedrich an der Deutschen Oper Berlin tätig und produzierte während dieser Zeit Mozarts »La Finta Giardiniera« am Hebbel-Theater. Die Aufführung erhielt 1990 den Kritikerpreis der »Berliner Zeitung«. Seit 1994 arbeitet Jakob Peters-Messer als freischaffender Regisseur. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bildeten zunächst Inszenierungen der Neuen Musik und der Vorklassik. Im Bereich der Barockoper inszenierte er Werke von Monteverdi, Cavalli, Mazzocchi, Telemann, Händel, Keiser, Vivaldi, Johann Christian Bach, Gluck und Salieri und arbeitete dabei mit wegweisenden Dirigenten der Alten Musik wie René Jacobs, Thomas Hengelbrock, Konrad Junghänel, Christoph und Andreas Spering, Alan Curtis und David Stern zusammen. Inzwischen hat sich Jakob Peters-Messer auch das Repertoire der Klassik (Mozart), der Romantik (Verdi, Wagner), des Verismo (Puccini, Mascagni) und der klassischen Moderne (Schostakowitsch, Strawinsky) erschlossen. Sein besonderes Interesse gilt aber, neben Neuentdeckungen des Barocks, der Erweiterung des klassischen Opernkanons durch Werke wie Max von Schillings’ »Mona Lisa«, Massenets »Grisélidis«, Mascagnis »Iris« oder Meyerbeers »Vasco de Gama«. Dreimal – mit »Orpheus« (Telemann), »La Didone« (Cavalli) und der »Komödie ohne Titel« (Müller-Wieland) – war der Regisseur Gast an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Darüber hinaus arbeitete er u. a. in Braunschweig, Mannheim, Heidelberg, Wuppertal, Dortmund, Lübeck, Wiesbaden, Nürnberg, Chemnitz und Leipzig sowie für die Erfurter DomStufen-Festspiele. Engagements im Ausland führten Jakob Peters-Messer nach Montpellier, Bordeaux, Liège, Innsbruck, St. Gallen, Bern, Lissabon, Tel Aviv und Dublin. Überregionale Beachtung fanden auch die »Tristan und Isolde«-Inszenierung 2013 für die Nederlandse Reisopera, die von Publikum und Kritikern in den Niederlanden zur »Oper des Jahres« gewählt wurde, sowie »Catone in Utica« von Leonardo Vinci beim Versailles Festival 2015. Am Theater Magdeburg setzte er bereits erfolgreich die Telemann-Opern »Orpheus« (2010) und »Miriways« (2012) sowie – in Koproduktion mit der Nederlandse Reisopera – Korngolds »Tote Stadt« in Szene und kehrt nun für »Die Walküre« zurück.

Produktionen

Die Walküre