Orla Boylan

Sopran

Die aus Dublin stammende Sopranistin Orla Boylan trat in ihrer Karriere bereits an den meisten bedeutenden internationalen Opernhäusern und bei berühmten Festivals auf, u. a. an der Mailänder Scala, bei den Salzburger Festspielen, im Sydney Opera House, an der Königlich Dänischen Nationaloper, beim Maggio Musicale Fiorentino, beim Glyndebourne Festival, an der English National Opera, der Opera North, der New York City Opera, der Deutschen und der Komischen Oper Berlin, an der Staatsoper Hamburg, der Oper Köln, der Opera de Lyon, der Opéra Nationale du Rhin, der Western Australian Opera, der New Zealand Opera und Opera Ireland. Mehrere Titelpartien bei der Garsington Opera (Danae, Arabella, Ariadne) begründeten ihren Ruf als eine der führenden Strauss-Interpretinnen. Darüber hinaus wurde sie auch für ihre Porträts weiblicher Hauptrollen in Benjamin Brittens Opern bekannt, u. a. als Ellen Orford (»Peter Grimes«), Governess (»The Turn of the Screw«), Miss Wingrave (»Owen Wingrave«) und zuletzt Lady Billows (»Albert Herring«). Einen wichtigen Platz in ihrem Repertoire nimmt das deutsche, russische und tschechische Repertoire ein. So sang sie mit großem Erfolg Tatyana (»Eugen Onegin«), Lisa (»Pique Dame«), Iolanta, Jenůfa, Kátja Kabanová, Sieglinde (»Die Walküre«), Chrysothemis (»Elektra«) und Senta (»Der fliegende Holländer«). Ihre Entwicklung ins dramatische Fach – sie debütierte 2015 als Turandot an der Northern Ireland Opera in Belfast – wurde von der Presse begeistert gefeiert, ihre Interpretation der Tosca an der New Zealand Opera wurde weltweit übertragen. Dabei arbeitete sie mit renommierten Dirigenten und Regisseur*innen wie Sir Jeffrey Tate, Sir Mark Elder, Elgar Howarth, Kent Nagano, Xian Zhang, Nikolaus Lehnhoff, Robert Carsen und Phyllida Lloyd.
Ihr Konzertrepertoire umfasst u. a. Brittens »War Requiem« (Perth International Festival, Sydney Opera House, Auckland Philharmonic, Opera Nationale du Rhin), Verdis Requiem (Hallé Orchestra, St. Paul’s Cathedral), Richard Strauss’ »Vier letzte Lieder« und Wagners Wesendonck-Lieder (RTE National Symphony Orchestra, Hallé Orchestra, Ulster Orchestra) sowie das Sopransolo in Mahlers 8. Sinfonie, die sie zuletzt auf CD aufnahm. Am Theater Magdeburg gastiert sie in der Spielzeit 2019/2020 als Turandot.

 

Produktionen

Turandot