Marcel Leemann

Choreografie

Der in Zürich geborene Marcel Leemann erhielt eine erste Tanzausbildung an der John-Cranko-Schule in Stuttgart und wechselte von dort an die Schule des Ungarischen Staatsballetts in Budapest. Von 1992 bis 1996 tanzte er im Ballettensemble der Semperoper Dresden unter der Leitung von Vladimir Derevianko. Danach wechselte er ans Luzerner Theater in die Kompanie von Richard Wherlock und war anschließend von 1999 bis 2003 am Stadttheater Bern im Ensemble Félix Dumérils. Seit 2003 ist Marcel Leemann als freischaffender Choreograf tätig und regelmäßig mit eigenen Kreationen auf Tourneen in der Schweiz und im Ausland unterwegs. Zu seinen Choreografien gehören u. a. »100m²«, »Meat Market«, »Nebel-lebeN«, »Revolver«, »3/2/1/Silence« und das in Kooperation mit dem Libanesen Omar Rajeh entstandene »Hibr«, das 2014 in Bern Premiere feierte und kurz danach bei der Beirut International Platform of Dance gezeigt wurde. Einen Schwerpunkt in Marcel Leemanns Schaffen bildet die Arbeit mit Jugendlichen und für ein junges Publikum, u. a. an der Jungen Bühne Bern, beim Münchener SPIELART-Festival und am »Konzert Theater Bern«. Dort zeichnete er 2014 für die Choreografie der »Gaza Monologe« verantwortlich, in welchen neben Mitgliedern der Kompanie auch 35 Berner Jugendliche auf der Bühne agierten. Unter dem Label »Youngster« veröffentlicht Marcel Leemann junge Tanzstücke, etwa »Coming of age«, »Unverfroren«, »Meat Market in Between« und »Eisbär«. An der Jungen Bühne Bern wurden zuletzt Leemanns Stücke »Homeland« und »Lucky Luke – Nutzlos auf dem Estrich« uraufgeführt. Darüber hinaus führten Leemann Gastverpflichtungen mehrfach in die Sparten Schauspiel und Musiktheater, u. a. ans Luzerner Theater (»Woyzeck«, »Don’t bury!«, »Alice«, »The Rocky Horror Show«, »The Black Rider«), ans Theater St. Gallen (»The Fairy Queen«, »Frühlings Erwachen«), an die Vereinigten Bühnen Bozen (»West Side Story«, »Die Csárdásfürstin«, »Sunset Boulevard«) sowie an die Deutsche Oper Berlin, wo er 2017 für Meyerbeers »Die Hugenotten« (Regie: David Alden) choreografierte. In der vergangenen Spielzeit arbeitete er erstmalig am Theater Magdeburg und entwarf eine Choreografie für die Kálmán-Operette »Gräfin Mariza«.

 

Produktion

Gräfin Mariza