Kristian Benedikt

Tenor

Kristian Benedikt wurde in Litauen geboren und gab sein Operndebüt 1994 an der Nationaloper in Vilnius. Dort wurde er nach seinem Studium Ensemblemitglied, erarbeitete sich ein Repertoire aus Partien wie Cassio (»Otello«), Lenski (»Eugen Onegin«), Nemorino (»L’elisir d’amore«), Alfredo (»La traviata«) und Tito (»La clemenza di Tito«) und ist dem Haus weiterhin als regelmäßiger Gast verbunden. Seit seinen Anfängen hat er sich vom lyrischen Tenor zu einem der vielversprechendsten dramatischen Tenöre seiner Generation entwickelt. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 2002 mit Ponchiellis »La Gioconda«, die er – an der Seite von Placido Domingo – mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Marcello Viotti auf CD aufnahm. Zwei Jahre später debütierte er an der Nederlandse Opera in Amsterdam als Graf von Lerma (»Don Carlo«). Kristian Benedikts Opernrepertoire umfasst einige der anspruchsvollsten Partien wie Manrico (»Il trovatore«), Cavaradossi (»Tosca«), Canio (»Der Bajazzo«), Giordano (»Andrea Chénier«), Siegmund (»Die Walküre«), Calaf (»Turandot«), Dick Johnson (»La fanciulla del West«), Eleazar (»La Juive«) sowie die Titelpartien in »Rienzi« und »Otello«. Dennoch erhält er sich auch das lyrischere Repertoire mit Partien wie Edgardo (»Lucia di Lammermoor«) und der Titelrolle von »Hoffmanns Erzählungen«. Gastengagements führten ihn an die führenden Opernhäuser Europas, u. a. an die Bayerische Staatsoper München, das Mariinski-Theater St. Petersburg, das Royal Opera House Covent Garden London, das Gran Teatre del Liceu Barcelona, die Nederlandse Opera Amsterdam, das Teatro Nacional de São Carlos Lissabon, das Bolschoi-Theater Moskau, die Nationalopern von Finnland, Estland und Ungarn sowie die Opernhäuser von Piacenza, Modena und Cagliari. 2018 gab er sein Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera als Samson (»Samson et Dalila«), im Dezember 2019 ist er dort als Hermann (»Pique Dame«) zu hören. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Marcello Viotti, Riccardo Chailly, Alberto Hold Garrido, Maurizio Barbacini, Paolo Carigniani, Asher Fisch und Giampaolo Bisanti sowie Regisseuren wie Willy Decker, Dmitri Bertman, Andrea Bernard, Eimuntas Nekrošius, Pier Francesco Maestrini und Igor Ushakov zusammen. Auf der Konzertbühne sang er u. a. Théodore Dubois’ »Die sieben letzten Worte Christi«, Rossinis »Stabat Mater«, Verdis Requiem, Händels »Messias«, Mahlers »Das Lied von der Erde«, Rachmaninows »Die Glocken« sowie Andrew Lloyd Webbers Requiem. Am Theater Magdeburg debütiert er im März 2020 in einer »Turandot«-Vorstellung als Calaf.

 

Produktionen

Turandot