Klaus Figge

Kampfchoreografie

Der in Essen geborene Klaus Figge absolvierte zunächst ein Studium an der Sporthochschule Köln und machte 1970 sein Staatsexamen in Geschichte an der Universität Köln. Von 1971 bis 2015 hatte er einen Lehrauftrag für Bühnenkampf an der Folkwang-Universität der Künste. Als Choreograf für Fecht- und Kampfszenen arbeitete Klaus Figge an den deutschsprachigen Theatern und Opernhäusern in Berlin (u. a. am Schiller-Theater, am Berliner Ensemble, am Deutschen Theater, am Maxim-Gorki-Theater, an der Schaubühne, an der Deutschen Oper und an der Staatsoper Unter den Linden), in Hamburg (u. a. am Thalia-Theater, am Deutschen Schauspielhaus und an der Staatsoper), in Wien, in Zürich und in Dresden sowie an den Schauspielhäusern in Leipzig, Weimar, Halle, Magdeburg, Dessau und Meiningen. Außerdem war er mehrfach für Schauspiel- und Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, der Ruhrtriennale und den Festspielen Bad Hersfeld engagiert. Von 2002 bis 2014 war er zudem regelmäßig bei den Nibelungenfestspielen Worms beschäftigt. Darüber hinaus arbeitete er für verschiedene Film- und Fernsehproduktionen.
1982 choreografierte Klaus Figge erstmalig in Berlin für »Hamlet« an der Schaubühne in der Regie von Klaus Michael Grüber und »Romeo und Julia« in der Regie von Jürgen Kruse. In über 20 Inszenierungen von »Romeo und Julia« zeichnete Klaus Figge für die Choreografie von Fechtszenen verantwortlich, darunter am Thalia-Theater 1984 (Regie: Jürgen Tamchina) und 1997 (Regie: Sven-Eric Bechtolf), am Wiener Burgtheater 1995 (Regie: Karlheinz Hackl) und 2013 (Regie: David Bösch), 2004 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Regie: Nils D. Finckh), 2006 am Schauspielhaus Zürich, (Regie: David Bösch), 2009 am Theater St. Gallen (Regie: Thorleifur Örn Arnarsson), 2015 am Theater Basel (Regie: Barbara-David Brüesch) und in dieser Spielzeit am Theater Orchester Biel Solothurn (Regie: Veit Schubert). Von Klaus Figges 17 Produktionen am Wiener Burgtheater bzw. am Akademietheater Wien war die erste im Jahr 1984 »Das Leben ein Traum« (Regie: Michael Gruner) und die letzte 2014 »König Lear« (Regie: Peter Stein). Zu Arbeiten der letzten Jahre zählen 2017 die Kampfchoreografie für »Cyrano« (Regie: Leander Haußmann) am Thalia-Theater sowie 2018 die Choreografien für »Elizaveta Bam« (Regie: Christian Weise) am Maxim-Gorki-Theater und für »Hamlet« am Schauspielhaus Zürich (Regie: Barbara Frey). 2019 arbeitete Klaus Figge erstmalig am Mecklenburgischen Staatstheater für die Open-Air-Produktion von »Cyrano de Bergerac« bei den Schlossfestspielen Schwerin. Am Theater Magdeburg entwickelt er die Kampfchoreografie für das Musical »3 Musketiere« in der Regie von Ulrich Wiggers.

 

Produktionen

3 Musketiere