Marcel Keller

Der Regisseur und Bühnenbildner hatte mit zwölf Jahren seine erste Einzelausstellung im Italienischen Kulturinstitut in Köln. Noch vor dem Abitur war er Gastschüler im Fachbereich Bildhauerei an der Kölner Fachhochschule für Kunst und Design bei Prof. Hans Karl Burgeff. Nach Erfahrungen als Zeichner für Animationsfilme und einem Praktikum im Ausstattungsatelier der Münchner Staatsoper arbeitete er ab 1979 als Assistent u. a. an der Wiener Staatsoper, Royal Opera Covent Garden, Münchner Staatsoper, Hamburgische Staatsoper und den Münchner Kammerspielen. Eigene Arbeiten führten ihn ab Mitte der achtziger Jahre u. a. an die Münchner Staatsoper, an die Münchner Kammerspielen, an das Theater Bremen und das Hamburger Thalia Theater, Schillertheater und Maxim-Gorki-Theater Berlin, Schauspiel und Oper Leipzig, an das Nationaltheatern Mannheim und Weimar, an das Wiener Akademietheater, das Staatstheater Stuttgart und an die Comédie Française. Das Regiehandwerk erlernte Marcel Keller an der Seite von Theatermachern wie Alexander Lang, Peter Zadek und George Tabori. 1993 hatte seine erste Inszenierung am Staatstheater Stuttgart Premiere. Seine Regiearbeiten umfassen Schauspiel, Performance und Musiktheater an Häusern wie dem Neumarkt Theater Zürich, dem Theater Basel oder dem Münchner Residenztheater. An den Theatern Augsburg und Osnabrück inszenierte er sowohl Schauspiel- als auch Opern- und Musicalproduktionen. 2006 widmete ihm das Leopold-Hoesch-Museum seiner Geburtsstadt Düren eine Einzelausstellung, welche er zu einem Mini-Theaterfestival mit dem Titel »Bühne Museum« ausbaute.