Nov 21
Fri. 19. 11.
19.30 Uhr
TicketsTickets

URFAUST

JOHANN WOLFGANG GOETHE

Premiere

Sa.
4. 9.
2021

Schauspielhaus Bühne

Faust zweifelt am Sinn seiner Forschungen. Trotz jahrelanger Studien bleibt ihm die tiefere Erkenntnis davon, »was die Welt im Innersten zusammenhält«, verwehrt. Deswegen widmet er sich der Magie, beschwört in seiner Verzweiflung den Erdgeist – erfolglos. Er gerät an die Schranken seiner Existenz, nicht nur durch die ernüchternde Erkenntnis, dass der menschliche Verstand niemals grenzenlos sein wird, sondern auch durch die provinzielle Umgebung der Kleinstadt, in der er lebt. Begleitet von einer aus dem Nichts auftauchenden Gestalt namens Mephisto macht er sich auf die Suche nach radikaleren Formen des Denkens und nach rauschhafter Ablenkung. Sie treffen auf Margarete, deren Schönheit und Unschuld Faust in den Bann ziehen. Mehr als alles andere will er Margarete für sich gewinnen und nutzt dafür Mephistos dunkle Mächte. In Margaretes Vollkommenheit sucht Faust seine Befreiung, verführt die junge Frau und reißt sie damit in den Untergang.

Der »Urfaust« ist ein unfertiges szenisches Fragment, eine Bilderflut in Vers- und Prosaform, das Johann Wolfgang Goethe mit nur 23 Jahren in seinen »Sturm und Drang«-Jahren verfasste, etwa zur selben Zeit wie den Briefroman »Die Leiden des jungen Werther«. Anders als die erst ein Vierteljahrhundert später entstandene Tragödie »Faust« schildert der »Urfaust« in seiner Rohheit weniger das mystische, metaphysische Streben nach Wissen und Macht, sondern eine allen Sinnen folgende, radikale Suche nach Erkenntnis und eine tragische Liebesgeschichte.


Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an. Anfragen richten Sie bitte an theaterpaedagogik[at]theater-magdeburg.de


Diese Inszenierung entstand unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen.

Regie Krzysztof Minkowski
Bühne, Kostüme Konrad Schaller
Musik Micha Kaplan
Dramaturgie Laura Busch

Faust Ralph Opferkuch 
Mephisto Christoph Förster 
Margarete Isabel Will 
Marte Undine Schmiedl 
Lieschen Maike Schroeter 
Valentin Frederik F. Günther 
Wagner Michael Ruchter
Erdgeist Andreas C. Meyer

Trailer

Pressestimme


Regisseur Krzysztof Minkowski verlegt die Story konsequent in die Gegenwart an eine Bushaltestelle in einem tristen Stadtrandgebiet. Aussagekräftige Kostüme verorten die Figuren genau dort. […] Minkowski findet einen „Trick“, der das alles plausibel mit der Welt in Goethes Stück verbindet: Faust wird zusammengeschlagen und träumt. Schon ist alles stimmig […]. Die Inszenierung überzeugt in Denkansatz und Umsetzung […].

Gisela Begrich Volksstimme

6. 9. 2021