Dec 21
Sun. 12. 12.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Thu. 30. 12.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Jan 22
Fri. 7. 1.
19.30 Uhr
TicketsTickets

MICHAEL KOHLHAAS

HEINRICH VON KLEIST


Nach der gleichnamigen Novelle
Für die Bühne bearbeitet von Tim Kramer
Übernahme vom TAK Liechtenstein

Premiere

Fr.
26. 11.
2021

Schauspielhaus Studio

Der Pferdehändler Michael Kohlhaas soll an der brandenburgisch-sächsischen Grenze beim Grafen Tronka einen angeblich benötigten Passierschein vorweisen. Da er einen solchen nicht besitzt, lässt er als Pfand zwei seiner Pferde zurück, um sie auf seiner Rückreise aus Dresden auszulösen. Bei der Rückkehr aus der sächsischen Hauptstadt, wo niemand von einem Passierschein wusste, findet er die Pferde misshandelt und ausgezehrt vor. Tronka verweigert jedoch jeglichen Schadensersatz und jagt Kohlhaas davon. Dieser beginnt für sein Recht zu kämpfen, muss aber bald erkennen, dass die verwandtschaftlichen Beziehungen des Grafen diesen vor der Justiz in beiden Staaten schützen. Kohlhaas gibt nicht auf: Er schreibt einen Bittbrief an den Landesherrn, den seine Frau übergeben soll. Als sie dabei angegriffen wird und stirbt, fallen bei Kohlhaas alle Schranken. Blind vor Wut weiht er sein Leben nun ausschließlich der Rache und führt einen erbarmungslosen Feldzug um Gerechtigkeit, der in eine Spirale von Gewalt, Mord und Zerstörung mündet.

Am Beispiel eines Mannes, der bereit ist, für seine Forderung nach Gerechtigkeit zum Äußersten zu gehen, verhandelt Kleists im 16. Jahrhundert spielende Novelle brennende Themen der Gegenwart: die Ohnmacht des Individuums gegenüber staatlichen Strukturen sowie die Frage, inwiefern erlittenes Unrecht Selbstjustiz und Gewalt rechtfertigen kann.

Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an. Anfragen richten Sie bitte an theaterpaedagogik[at]theater-magdeburg.de

Pressestimme

 

Mitreißende Spielfreude

Tim Kramer, Schauspieldirektor des Magdeburger Theaters, hat […] das Stück für die Bühne bearbeitet und Regie geführt. Und das mit vollem Erfolg, denn dieser »Kohlhaas« dürfte sich in die Glanzlichter nicht nur dieser Spielzeit einreihen. Undine Schmiedl, Philip Heimke, Heiner Junghans und Andreas C. Meyer […] agieren jeder in jeder Rolle. Das ist nicht nur textlich, sondern auch in der Darstellung eine unglaubliche Anstrengung. Sie meistern das mit einer Perfektion und mitreißender Spielfreude.

RolfDietmar Schmidt Volksstimme

29. 11. 2021