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IN ARBEIT (AT)

WILLEMS&KIDERLEN


Eine Stadtrauminszenierung auf den Spuren ehemaliger
SKET-Arbeiter*innen von Meret Kiderlen und Kim Willems
In Kooperation mit dem Technikmuseum Magdeburg
Uraufführung

Premiere

Sa.
26. 3.
2022

Technikmuseum & Stadt

Schwermaschinenbau und Ingenieurskunst prägten seit dem 19. Jahrhundert das Selbstverständnis der Stadt Magdeburg. Doch nach der Wiedervereinigung wurden identitätsstiftende Unternehmen in kürzester Zeit abgewickelt. Besonders einschneidend war die Zerstückelung des Schwermaschinenbau-Kombinats »Ernst Thälmann« (SKET). Übrig blieben ein paar kleinere Firmen und viele Ruinen bzw. Brachen, die bis heute das Buckauer Stadtbild prägen. Was wurde aus den tausenden entlassenen Arbeiter*innen? Wo fanden sie ein neues Auskommen? Wo blieb das ungeheure technische Wissen? Und was wurde aus der Identität dieser Stadt, die wie wenige andere in Deutschland untrennbar mit dem Erfolg einer Industrie verbunden war? Was bedeutet heute »Arbeit« in Magdeburg? »In Arbeit« (AT) folgt den Lebenslinien ehemaliger SKET-Mitarbeiter*innen und ihrer Nachkommen bis in die Ideenschmieden von Start-ups, in die Semi-Privaträume des modernen Homeoffice oder in das Vollzeit-Ehrenamt bei Hartz IV. Die Stadtrauminszenierung spürt einer Entwicklung nach, die in Magdeburg mit einem besonders schmerzhaften Schnitt begann und deren Zukunft wir kaum erahnen können.

Meret Kiderlen und Kim Willems, die 2019 in »UTOP 89 … und wer kümmert sich jetzt um die Fische?« den Hoffnungen und Ängsten von Magdeburger*innen während der Umbruchszeit von 1989 / 1990 nachgingen, widmen sich hier erneut einem Magdeburger Thema, das diesmal nach Buckau in und um das Technikmuseum führt.


Info-Matinee
Sa. 18. 9. 2021    11.00 Uhr    Schauspielhaus Foyer

Regisseurin Meret Kiderlen stellt den Stand der Recherche vor und möchte Magdeburger*innen, die eine Verbindung zum früheren SKET haben, ermutigen, ihre Erinnerungen in das Projekt einfließen zu lassen.

Premierenfieber
So. 13. 3. 2022    11.00 Uhr    Schauspielhaus Foyer

Konzeption, Text, Regie Meret Kiderlen
Textmitarbeit, Outside-Eye Kim Willems
Sounddesign Frank Böhle
Ausstattung Nadia Schrader
Dramaturgie Laura Busch, Elisabeth Gabriel