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PETER GRIMES

BENJAMIN BRITTEN


Oper in drei Akten und einem Prolog
Libretto von Montagu Slater
nach der Verserzählung »The Borough« von George Crabbe
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere

Sa.
30. 4.
2022

Opernhaus Bühne

In einem Fischerort an der englischen Ostküste lebt der Fischer Peter Grimes. Ein Großteil der Bevölkerung beäugt den unnahbaren Eigenbrötler misstrauisch. Von dem Verdacht, einem aus dem Waisenhaus geholten Lehrjungen Gewalt angetan zu haben, wird Grimes zwar offiziell freigesprochen. Allerdings verstärkt der Tod des Jungen das Gerede im Ort weiter. Nur der alte Kapitän Balstrode und die Witwe Ellen Orford ergreifen Partei für Grimes. Als auch dessen neuer Lehrjunge zu Tode kommt, wird der Fischer gesucht. Orford und Balstrode treff en als erste auf ihn: Er ist dem Wahnsinn nahe. Balstrode rät Grimes, aufs Meer hinauszufahren und sich mit seinem Boot zu versenken …

Dem selbst aus einem ostenglischen Fischerstädtchen stammenden Komponisten Benjamin Britten gelang 1945 mit »Peter Grimes« der Durchbruch als Opernkomponist. Die Titelpartie schrieb er für seinen Freund, den Tenor Peter Pears, der durch die Rolle Weltruhm erlangte. Mit dem Werk belebte Britten die seit Henry Purcell annähernd erloschene englische Operntradition neu. Auf Grundlage der Verserzählung »The Borough« des englischen Dichters George Crabbe schufen Britten und sein Librettist Montagu Slater das eindringliche Porträt eines innerlich zerrissenen Außenseiters, der letztlich an der Borniertheit und Grausamkeit seiner Mitmenschen zu Grunde geht.

Musikalische Leitung GMD Anna Skryleva
Regie Stephen Lawless
Bühne, Kostüme Leslie Travers
Mitarbeit Kostüme Zarah Mansouri
Choreografie Lynne Hockney
Dramaturgie Thomas Schmidt-Ehrenberg
Choreinstudierung Martin Wagner

Peter Grimes Richard Furman
Ellen Orford Noa Danon
Captain Balstrode Sangmin Lee
Auntie Lucia Cervoni
Erste Nichte Hyejin Lee
Zweite Nichte Na’ama Shulman
Bob Boles Stephen Chaundy
Swallow Johannes Stermann
Mrs. Sedley Jadwiga Postrożna
Reverend Horace Adams Benjamin Lee/Jonathan Winell
Ned Keene Marko Pantelić
Hobson Zhive Kremshovski

Aufführungsdauer: 3:15 h (inkl. 2 Pausen)

Pressestimme

 

In allen Teilen gelungen

Neben den trefflichen Bühnenbildern, dem überaus spielfreudigen Solistenensemble und dem passend choreografisch geführten, klangausgewogenen Chor, einstudiert von Martin Wagner, ist ein weiterer wesentlicher Pluspunkt der Produktion die in allen Gruppen und mit vorzüglichen Instrumenten-Soli herausragende Magdeburgische Philharmonie unter der anfeuernden und zugleich präzisen Gesamtleitung von Anna Skryleva. […] Die Titelfigur war dem […] amerikanischen Tenor Richard Furman anvertraut, der die komplizierte seelische Struktur des Fischers überzeugend gestaltete. […] Noa Danon gab die […] Ellen Orford; ausdrucksstark zeichnete sie das Profil der sympathischen Frau. […] Captain Balstrode; […] war bei Sangmin Lee mit seinem klangprächtigen Bariton und ausgeprägter Bühnenpräsenz sehr gut aufgehoben. […] Die beiden »Nichten« waren […] Hyejin Lee und Na’ama Shulman, deren klare Soprane einige Ensembles überstrahlten.

Gerhard Eckels  Der Opernfreund

1. 5. 2022

 


 

Ausdrucksstark

Von besonderer Expressivität ist in der Magdeburger Aufführung die Musik, die unter der energischen Leitung von GMD Anna Skryleva all die Grausamkeit, aber auch die Poesie Brittens zum Ausdruck bringt. Besonders hervorzuheben sind die Orchesterzwischenspiele. […] Ausdrucksstark zeichnen sie das Bild des englischen Meeres an der Ostküste. […] Man verfügt am Theater Magdeburg nicht nur über ein vorzügliches […] philharmonisches Orchester und einen sehr guten Chor, sondern auch über ein rundum überzeugendes großes Ensemble, aus dem Richard Furman als darstellerisch feinsinniger wie unprätentiöser, sängerisch hochexpressiver Peter Grimes herausragt. […] Eine großartige, eine erschütternde, eine berührende Aufführung einer Oper […].

Dieter David Scholz  Der Opernfreund

1. 5. 2022

 



Überzeugend

Generalmusikdirektorin Anna Skryleva führt ihr Orchester gewohnt sicher durch den Premieren-Abend und durch eine komplexe, anspruchsvolle Partitur. […] In der anspruchsvollen Rolle des Peter Grimes kann er (Richard Furman) sowohl sängerisch als auch darstellerisch überzeugen. Furmans Stimme ist kraftvoll und flexibel, klingt hin und wieder in sehr exponierten Lagen aber auch scharf und eng. […] Hervorzuheben sind Noa Danon als Ellen Orford und Sangmin Lee als Kapitän Balstrode – beide mit kraftvollen Stimmen, die aber auch leise, lyrische Momente zeigen. […] Bei allen ist die Spielfreude zu spüren. Das Zusammenspiel zwischen den Protagonisten und dem Chor, der eine große und tragende Rolle spielt, funktioniert, überzeugt, nimmt gefangen.

Susann Krieger MDR KLASSIK

2. 5. 2022



Jubel und langer Beifall

Wie Regisseur Stephen Lawless hier Stimmungsumschwünge und Eskalationen in alle möglichen Richtungen, gleichzeitig stilisiert und doch wiedererkennbar, inszenierte – sehenswert. […] Richard Furman bewältigte als Grimes eine Riesenpartie mit Bravur. […] Noa Danon lässt all ihren zuverlässigen, vielfach erprobten Stimmschmelz in die Figur dieser Frau fließen […]. Erst als der letzte Vorhang gefallen war, gab es Trampeln, Jubel und langen Beifall.

Irene Constantin Volksstimme

3. 5. 2022