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Zusätzlicher Vorstellungstermin am So. 3. 4. 2022

Aus gegebenem Anlass spenden wir die Einnahmen dieser Vorstellung für die Ukrainehilfe des AWO Landesverbands Sachsen-Anhalt, die unter anderem die deutsch-ukrainische Vereinigung Sachsen-Anhalt unterstützen und sowohl Hilfsgüter an die ukrainische Grenze transportieren als auch Unterstützung für in Deutschland angekommene Kriegsflüchtlinge bieten. Möchten Sie darüber hinaus eine Spende leisten, finden Sie die Spendenkontonummer der AWO unten auf dieser Seite.

 

GRETE MINDE

EUGEN ENGEL


Oper in drei Akten
Libretto von Hans Bodenstedt nach Theodor Fontanes
gleichnamiger Novelle
Uraufführung

 

 

 

 

 

Premiere

So.
13. 2.
2022

Opernhaus Bühne

Theodor Fontanes Novelle »Grete Minde« erzählt die Vorgeschichte des Tangermünder Stadtbrandes von 1617. Im Zentrum steht die junge Außenseiterin Grete Minde, die sich – von ihrem Halbbruder und vom Rat der Stadt um ihr rechtmäßiges Erbe gebracht – an ihrer Heimatstadt rächt: Sie legt einen verheerenden Brand und stirbt gemeinsam mit ihrem kleinen Kind vor aller Augen im brennenden Kirchturm. Fontanes vorurteilsfreie Behandlung seiner Figuren war möglicherweise der Anknüpfungspunkt für den deutsch-jüdischen Komponisten Eugen Engel, sich um 1930 in seiner einzigen Oper einem Stoff des Schriftstellers zu widmen. Obwohl er seinen Lebensunterhalt als Kaufmann verdiente, galt Engels persönliche Leidenschaft der Musik. »Grete Minde« stellt unzweifelhaft den Höhepunkt seines Œuvres dar, konnte aber in Zeiten des erstarkenden Nationalsozialismus nicht mehr uraufgeführt werden. Die handschriftliche Partitur rettete Engels Tochter 1941 in die Emigration in die USA. Der Komponist selbst wurde 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet, keines seiner acht Geschwister überlebte die Shoah. Als GMD Anna Skryleva 2019 auf Komponisten und Werk aufmerksam wurde, war sie sofort begeistert. Komponiert auf ein Libretto des Magdeburger Autors und  Rundfunkpioniers Hans Bodenstedt weist »Grete Minde« alles auf, was eine Oper in der musikalischen Nachfolge von Wagner und Humperdinck braucht: expressive Arien, große Chorszenen und eine konsequente Dramaturgie. »Ein Volltreffer!«, meint Skryleva in Vorfreude auf die Magdeburger Uraufführung dieser außergewöhnlichen Entdeckung.
 

SZENISCHE LESUNG im Rahmen der Uraufführung der Oper von Eugen Engel

WISSENSCHAFTLICHES SYMPOSIUM mit Konzert im Rahmen des Festjahres
»#2021JLID — 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland«

Noch mehr erfahren?

Eugen Engel – Eine Spurensuche  
(Text aus der THEMA-Ausgabe Nr. 64)


Zu dieser Inszenierung bieten wir theaterpädagogisches Begleitmaterial an. Anfragen richten Sie bitte an theaterpaedagogik[at]theater-magdeburg.de


Spendenkonto:
AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
Stichwort: Ukraine Hilfe
IBAN DE12 8102 0500 0006 4861 00
BIC BFSWDE33MAG
Bank für Sozialwirtschaft

Musikalische Leitung GMD Anna Skryleva
Regie Olivia Fuchs
Bühne, Kostüme Nicola Turner
Dramaturgie Ulrike Schröder
Choreinstudierung Martin Wagner

Gerdt Minde Marko Pantelić
Trud Minde Kristi Anna Isene
Grete Minde Raffaela Lintl
Emerentz Zernitz Jadwiga Postrożna
Valtin Zoltán Nyári
Der alte Gigas Paul Sketris
Peter Guntz Johannes Stermann
Der Puppenspieler Johannes Wollrab
Der Hanswurst Benjamin Lee
Zenobia Na’ama Shulman
Die Domina Karina Repova
Ein Wirt Frank Heinrich 

TRAILER

Pressestimme

 

Beeindruckende Titelrolle

Der Schlussapplaus gilt vor allem dem Orchester, aber auch den zwölf Sängerinnen und Sängern, die das familiäre und städtische Umfeld Gretes darstellen. […] Vor allem jedoch überzeugt Raffaela Lintls ausdrucksstarke Darstellung der Titelrolle – jugendlich weich, aber auch dramatisch ausdrucksvoll als Rächerin.

Bernhard Doppler BR-Klassik

14. 2. 2022

 

 


Kraftvoll

Das Ensemble war insgesamt gut besetzt. Besonders Raffaela Lintl in der Rolle der Grete Minde stach hervor. Sie hat die wirklich anspruchsvolle Rolle mehr als gut bewältigt, mit einer sehr angenehmen kraftvollen und nie angestrengt wirkenden Stimme. Auch der Chor überzeugte.

Susann Krieger MDR Klassik

14. 2. 2022

 

 


Mitreißendes Spektakel

The first live performance of Grete Minde, a rousing spectacle that veers between comedy and tragedy and has left critics full of praise.

Kate Connolly The Guardian

14. 2. 2022

Mühelos wohlklingend

Nun ist es ihr (Anna Skryleva) mit der Magdeburger Philharmonie, dem Uraufführungsensemble und dem Chor tatsächlich gelungen, diese sinnlich und farbenreich auf Wirkung bedachte Musik überzeugend zum Leben zu erwecken. […] Wirklich überzeugend schlägt sich das Ensemble: Hier sind es vor allem Raffaela Lintl als mühelos wohlklingende Grete und Zoltán Nyári mit seinem tenoralen Schmelz als Valtin, die herausragen.

Roberto Becker  Die deutsche Bühne

14. 2. 2022

Facettenreich

Die anspruchsvolle Titelpartie der Grete -ein jugendlich dramatischer Sopran - wurde in Magdeburg stimmlich sehr facettenreich von Raffaela Lintl gesungen, die die Rolle sehr authentisch spielte. Eindrücklich auch Zoltán Nyári in der ebenfalls ins dramatisch gehenden Tenorrolle des Valentin.. […] Besonders überzeugte aber auch die Dirigentin Anna Skryleva am Pult der bestens vorbereiteten Magdeburgischen Philharmonie.

Elisabeth Richter Deutschlandfunk

14. 2. 2022