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FIGARO LÄSST SICH SCHEIDEN

ELENA LANGER


Figaro Gets a Divorce
Oper in zwei Akten
Libretto von David Pountney nach Beaumarchais’ »La mère
coupable« und Ödön von Horváths »Figaro lässt sich scheiden«
Reduzierte Orchester-Fassung von Daniel Rueda Blanco
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Koproduktion mit der Welsh National Opera
Deutsche Erstaufführung

Premiere

Sa.
22. 1.
2022

Opernhaus Bühne

Die Revolution ist ausgebrochen und das einst privilegierte Grafenpaar Almaviva ist mit seinen Bediensteten Figaro und Susanna auf der Flucht. Bei ihnen ist auch Serafin, der herangewachsene Sohn der Almavivas, sowie Angelika, das aufgenommene Mündel des Grafen. Doch die Flucht misslingt: Ein zwielichtiger Major setzt die Gruppe fest. In der Folge offenbart sich Sicher-Geglaubtes als fragil: Graf Almaviva versucht seinen gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten, verstrickt sich deshalb in Betrügereien und landet zeitweise im Gefängnis. Figaro scheint sich mit der neuen Zeit gut arrangieren zu können. Doch im Verhältnis zu Susanna zeigen sich Risse: Weil Figaro ihr das gemeinsame Kind verweigert, das Susanna sich sehnlichst wünscht, geht sie mit Cherubino fremd, der im Ort einen Nachtclub betreibt. Derweil unternimmt der Major alles, um die Familie Almaviva weiter ins Verhängnis zu stürzen …

Die Operngeschichte kennt den umtriebigen Barbier Figaro und sein Umfeld aus Werken wie »Der Barbier von Sevilla« (Rossini) oder »Die Hochzeit des Figaro« (Mozart), die beide auf Komödien des Franzosen Beaumarchais basieren. Mitte der 1930er Jahre spann der Dramatiker und Romancier Ödön von Horváth die Vorgänge um Figaro, seine Braut Susanna, das Grafenpaar Almaviva und den jugendlichen Schwärmer Cherubino weiter. Horváths Stück »Figaro lässt sich scheiden« wurde schließlich für die russisch-britische Komponistin Elena Langer und den englischen Opernregisseur und Autor Sir David Pountney 2015 zur Grundlage einer neuen »Figaro«-Oper.

 

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Figaro in den Wirren der Revolution  
(Text aus der THEMA-Ausgabe Nr. 64)

Musikalische Leitung Svetoslav Borisov
Regie Sir David Pountney
Bühne Ralph Koltai
Mitarbeit Bühne Robin Don
Kostüme Sue Blane
Lichtdesign Linus Fellbom
Dramaturgie Thomas Schmidt-Ehrenberg

Figaro David Stout
Susanna Marie Arnet
Graf Quirijn de Lang
Gräfin Noa Danon
Serafin Emilie Renard
Angelika Rhian Lois
Der Cherub Andrew Watts
Der Major Mark Le Brocq

 

 

 

TRAILER

Pressestimme

 

Brillanter Klang

Svetoslav Borisov lässt das Magdeburger Orchester klingen und brillieren, hält es das ganze Stück hindurch in Spannung. […] Mit seiner vielfältig raschen Handlung und den bei aller Knappheit genau charakterisierten Personen[…] bietet das Stück beste Unterhaltung. […] Die Sängerbesetzung ist großartig. Der Ensembleklang funktioniert genauso gut wie jede Einzelpartie. Stars des Magdeburger Hauses sind Noa Danaon als Gräfin und Emilie Renard in der kleineren Rolle des Serafin. Unter den Gästen brillierten die Männer: Der Major Mark Le Brocq tänzelte als hoher Strahletenor […], dass man gar nicht anders konnte, als ihn großartig zu finden. […]

Irene Constantin Volksstimme

24. 1. 2022

 

 

Bezaubernd

Die souveräne musikalische Leitung des bulgarischen Hausdirigenten Svetoslav Borisov sicherte eine ordentliche Leistung der […] Magdeburgischen Philharmonie. […] Dem zunehmend verspießten Figaro verleiht David Stout mit einem kraftvollen, warmen Bariton und solider schauspielerischer Leistung Statur. […] Eine rebellierende tatkräftig-unkonventionell agierende Susanne war folgerichtig Marie Arnet. Die Sopranistin befreite sich vom verspießerten Figaro genauso konsequent, wie aus dem Cherubino-Verhältnis. […] Bezaubernd auch die Angelika der Sopranistin Rhian Lois […]. Die oft verzweifelten Liebesarien mit kultiviert-ausgeglichenen Stimmen von Rhian Lois mit dem Serafin der Haus-Mezzosopranistin Emilie Renard gesungen, gehörten zu den emotionalen Glanzpunkten der Aufführung.

Thomas Thielemann Ioco

8. 2. 2022