Dec 21
Sun. 19. 12.
16.00 Uhr
TicketsTickets
Jan 22
Sat. 15. 1.
19.30 Uhr
TicketsTickets

FALSTAFF

GIUSEPPE VERDI 


Commedia lirica in drei Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Arrigo Boito nach »Die lustigen Weiber von Windsor«
und Passagen aus »König Heinrich IV.« von William Shakespeare
Reduzierte Orchester-Fassung von Stefano Rabaglia
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere

Sa.
11. 9.
2021

Opernhaus Bühne

Der Schwerenöter Sir John Falstaff – immer auf der Suche nach Liebesabenteuern und günstigen Trinkgelegenheiten – versucht, zwei wohlhabende Frauen gleichzeitig zu umgarnen. Das lassen die beiden aber nicht auf sich sitzen und tricksen mit Hilfe einer Freundin nicht nur den ungeschickten Galan, sondern auch ihre eifersüchtigen Ehemänner aus.

In seiner letzten Oper wandte sich der fast 80-jährige Giuseppe Verdi Ende der 1880er Jahre – für viele überraschend – einer Komödie zu. Schließlich war der unbestrittene Meister der italienischen Oper durch dramatische Stoffe wie »Rigoletto« und »Il trovatore« bekannt geworden und hatte sich zuletzt mit Tragödien wie »Otello« auseinandergesetzt. Zudem war seine einzige andere komische Oper, »Un giorno di regno«, 50 Jahre zuvor ein veritabler Misserfolg gewesen. Doch Verdi stand nun seine gesamte musikdramatische Erfahrung zur Verfügung: Mit Shakespeares Stücken »Die lustigen Weiber von Windsor« und »Heinrich IV.« wählte er literarisch hochwertige Quellen, außerdem konnte er sich auf seine handwerkliche Meisterschaft in allen musikalischen Gattungen von Fuge über Sonatensatz und Arie bis hin zum großen Ensemble verlassen. Geradezu altersweise identifizierte er sich mit seinem aus der Zeit gefallenen Titelhelden: »Die letzten Noten des Falstaff. Alles ist zu Ende! Geh, geh, alter John. Lauf dahin auf deinem Weg, so lange du kannst … Lustiges Original eines Schurken; ewig wahr, hinter jeglicher Maske, zu jeder Zeit, an jedem Ort!! Geh … Geh … Lauf, lauf … Addio!!!«


Diese Inszenierung entsteht unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen.

Musikalische Leitung GMD Anna Skryleva / Svetoslav Borisov
Regie Karen Stone
Bühne, Kostüme Ulrich Schulz
Dramaturgie Ulrike Schröder
Choreinstudierung Martin Wagner

Sir John Falstaff Stephanos Tsirakoglou
Mr. Ford, Alices Ehemann Marko Pantelić
Fenton Benjamin Lee
Dr. Cajus Stephen Chaundy
Bardolfo, Mitglied von Falstaffs Truppe
Timothy Oliver
Pistola, Mitglied von Falstaffs Truppe
Johannes Stermann
Mrs. Alice Ford Noa Danon
Nannetta, ihre Tochter Hyejin Lee
Mrs. Quickly Jadwiga Postrożna
Mrs. Meg Page Emilie Renard / Karina Repova
Wirt Pawel Stanislawow

Opernchor des Theaters Magdeburg
Statisterie des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

Aufführungsdauer: 2:45 h (inkl. Pause)

Annas Video-Blog #20

Trailer

Pressestimme

 

Ein Stimmengenuss

Ein Meisterstück an subtiler Personenführung gelang Stone und ihrem Protagonisten Stephanos Tsirakoglou mit der Titelfigur. […] Hat Falstaff […] eine liedhafte Stelle, macht Stephanos Tsirakoglou einen Stimmengenuss daraus. Jeder Ton hat Wärme, Schmelz, Wohllaut. Das schaffen auch, rollengerecht, Hyejin Lee und Benjamin Lee als junges Pärchen Nanetta und Fenton. […] Die irrwitzige Schlussfuge […] krönte den Abend- im piano, also besonders toll.

Irene Constantin
Volksstimme

13. 9. 2021

 


Idealtypischer Sir John

[…] Anna Skryleva dirigiert die reduzierte Orchester-Fassung von Stefano Rabaglia mit einem beherzten Zugriff, trumpft auf, lässt es auch mal knallen. […] Und sie hat ein Ensemble zur Verfügung, in dessen Zentrum mit dem fabelhaften Stephanos Tsirakoglou ein optisch und vokal idealtypischer Sir John steht. Mit kraftvoller aber immer geschmeidiger Stimmkraft gibt er den Altstar […] An dem Vergnügen […] haben vor allem die mit zupackender Selbstironie auftretenden und überzeugend singenden Damen Noa Danon (Alice), Emilie Renard (Meg) und Jadwiga Postrożna (Mrs. Quickly) einen Hauptanteil.

Joachim Lange
Neue Musikzeitung

13. 9. 2021

 


 

Viel Charme und Tiefgang

Karen Stone bringt in ihrer letzten Magdeburger Spielzeit als Generalintendantin das Mehrspartenhaus zum Leuchten […]. Noa Danon singt »Magic Alice« mit der schönen Kraft einer Frau in den besten Jahren […] Die berühmte Schlussfuge wird im […] Zuschauerraum zum Höhepunkt. Immer grandioser wächst an diesem Abend der wunderbar in die lyrische Komödie passende Stephanos Tsirakoglou als Sir John Falstaff. […] In jeder seiner von Verdi mit leichter Hand gestreuten Kurz-Kanzonen gewinnt Tsirakoglou an Charme und Tiefgang. […] Der Star in Karen Stones Magdeburger Inszenierung ist kein Auslaufmodell, sondern hat eine wunderbare Zukunft.

Roland H. Dippel
concerti

12. 9. 2021

 



Aufsehenerregende Dirigentin

Das Ganze ist sehr unterhaltsam, sehr unkonventionell, sehr turbulent, voller Situationskomik, guter Personenführung, Spielfreude und Witz- eine große Gaudi. […] Er (Stephanos Tsirakoglou) war sehr überzeugend. Das war eine mächtige schöne Bassbariton Stimme. […] Ein Sänger, der fast ideal typisch diesen beleibten Sir John darstellen kann und neben ihm sind auch zahlreiche Hausdebütanten und -debütantinnen zu erleben. […] Vor allem aber auch ein schauspielerisch außerordentlich spielfreudiges Ensemble. […] Sie (Anna Skryleva) hat den Spagat zwischen Ensemble-Oper, fröhlichem Totentanz, Commedia Lirica und Opera Buffa ziemlich beeindruckend bewältigt. […] Ein Feuerwerk an musikalischen Orchesterwitzen, Anspielungen und Reminiszenzen. Anna Skryleva ist wirklich ein Feuerkopf von Dirigentin. Sie hat mit Furore dirigiert. Das war schon sehr beeindruckend.

Dieter David Scholz
Deutschlandfunk Kultur

12. 9. 2021