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9. Sinfoniekonzert

 

GRAŻYNA BACEWICZ

Ouvertüre für Orchester


FRÉDÉRIC CHOPIN

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 11


SERGEJ RACHMANINOW

Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 13

Do. 5. 5.
Fr. 6. 5.
2022

Opernhaus Bühne

Frédéric Chopin gilt als der polnische Komponist schlechthin: Den Ruf seines Heimatlandes hat er im 19. Jahrhundert nachhaltig positiv geprägt. Seine beiden Klavierkonzerte entstanden noch in Polen, bevor der 20-Jährige nach dem – auf die nationale Eigenständigkeit Polens zielenden – Novemberaufstand 1830 seinen endgültigen Aufenthalt in Paris nahm. Aber Chopins musikalischer Stil ist doch, von gelegentlichen Anklängen an polnische Folklore abgesehen, international und vor allem von der deutschen Klassik sowie dem italienischen Belcanto geprägt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten es polnische Komponist*innen dagegen deutlich schwerer, am europäischen Musikleben teilzuhaben. Zwar gab es seit 1918 endlich wieder einen eigenen polnischen Staat, aber deutsche Besatzung, Weltkrieg und Nachkriegsisolation warfen die Künste in gewisser Weise auf sich selbst zurück. Komponist*innen wie Grażyna Bacewicz mussten ein gehöriges Maß an Eigen- und Widerständigkeit aufbieten, um sich zu behaupten. Von der klangreichen Musik eines Karol Szymanowski ausgehend, entwickelte die 1909 in Warschau geborene Bacewicz ihren eigenen neoklassischen Stil, der sich auch in ihrer 1943 entstandenen Ouvertüre für Orchester niederschlug.

Ergänzt wird das polnische Programm durch den sinfonischen Erstling des 23-jährigen Sergej Rachmaninow aus Russland – einem Land, das seit Jahrhunderten als Nachbar und Antagonist in einer durchaus spannungsreichen Beziehung zu Polen und seiner Musikkultur steht.

Szymon Nehring Klavier
Magdeburgische Philharmonie
Marc Niemann
Dirigent