Dec 21
Thu. 16. 12.
19.30 Uhr
TicketsTickets
Fri. 17. 12.
19.30 Uhr
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4. Sinfoniekonzert

BEETHOVEN+


PETER TSCHAIKOWSKY

»Fatum«. Sinfonische Fantasie c-Moll op. 77
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35


LUDWIG VAN BEETHOVEN

Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Do. 16. 12.
Fr. 17. 12.
2021

Opernhaus Bühne

Im 4. Sinfoniekonzert erklingen Werke, die dem Schicksalhaften musikalische Gestalt verleihen. Zwei Jahre nach seiner 1. Sinfonie vollendete Peter Tschaikowsky seine Orchesterfantasie »Fatum«, eine düstere Schicksalsvision in der Tonart c-Moll – nach Christian Friedrich Daniel Schubarts frühromantischer Tonartencharakteristik eine »Liebeserklärung und zugleich Klage der unglücklichen Liebe«. Die formale Freiheit der Fantasie bot dem Komponisten zwar ein Experimentierfeld für kühne Modulationen und Instrumentationseffekte, stieß beim Publikum jedoch auf niederschmetternde Kritik. Tschaikowsky zerstörte das Manuskript des Werks, welches erst nach seinem Tod auf Grundlage des Orchestermaterials rekonstruiert wurde.

Tschaikowskys einziges Violinkonzert gehört zu den anspruchsvollsten seiner Gattung und strotzt im Gegensatz zum Eröffnungsstück vor Lebensfreude. Weiter könnte sich die Tonart nicht von der vorher gehörten Traurigkeit entfernen, steht das Konzert doch in D-Dur, der Tonart »des Triumphes, des Hallelujas und des Siegesjubels«. Die so typisch »russische« Melancholie des Mittelsatzes im schroffen Gegensatz zur rhythmischen Härte des Finalsatzes verschreckte zwar das Wiener Publikum, doch trat das Werk bald einen bis heute ungebrochenen Siegeszug an. Solist des Konzerts ist der Kanadier Timothy Chooi, der damit beim renommierten Joseph-Joachim-Violinwettbewerb 2018 den 1. Preis abräumte und einen Auftritt mit der Magdeburgischen Philharmonie – offizielle Debütpartnerin des Wettbewerbs – gewann.

Den Kreis zum Anfang schließt Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie, über deren Beginn der Komponist selbst gesagt haben soll: »So pocht das Schicksal an die Pforte!« Auch dieses Werk steht in c-Moll, mündet aber gemäß der klassischen »Per aspera ad astra«-Dramaturgie im Finalsatz in einen wahren Freudentaumel.

Timothy Chooi Violine
Magdeburgische Philharmonie
GMD Anna Skryleva
Dirigentin


In Kooperation mit dem Internationalen
Joseph-Joachim-Violinwettbewerb