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Le Corsaire

GONZALO GALGUERA
 

Ballett in zwei Akten von Gonzalo Galguera nach Marius Petipa
Musik von Adolphe Adam, Cesare Pugni, Léo Delibes u. a.
Musikalische Einrichtung von Maria Babanina
Uraufführung

Wiederaufnahme

Fr.
27. 5.
2022

Opernhaus Bühne

Auf einem byzantinischen Sklavenmarkt verliebt sich der Korsar Konrad in die Griechin Medora, die gerade in den Harem von Said Pascha verkauft werden soll. Gemeinsam mit seiner Piratentruppe entführt Konrad Medora und weitere Sklavinnen auf ihre Pirateninsel. Dort kommt es jedoch zum Streit unter den Korsaren, weil Medora Konrad bittet, alle Sklavinnen freizulassen. Konrads Konkurrent Birbanto gelingt es, Medora zu überwältigen und an Said Pascha zu übergeben. Nun muss Konrad zu einer List greifen, um Medora endgültig zu gewinnen …

Gonzalo Galgueras Choreografie dieses Ballettklassikers wartete bei seiner Premiere 2017 mit allem auf, was man von einer spannenden Piraten-Geschichte erwarten kann: Spektakuläre Bühneneffekte, exotische Szenerien, großartige Pas de deux, kraftvolle Männer-Ensembles und ein üppiges
Frauen-Divertissement. »Die Deutsche Bühne« fasste begeistert zusammen: »Gonzalo Galguera mag keine halben Sachen und so wird seine Adaption auf Maria Babaninas musikalische Rekonstruktion für das Bayerische Staatsballett zum strahlenden Höhepunkt seiner Magdeburger Dekade. Mit Leidenschaft hat er seiner kräftigen und persönlichkeitsstarken Kompanie eine Choreografie implantiert, in der Naivität, Ironie und Emphase miteinander verschmelzen. Ein meisterhafter Ballettabend!«

 

Ein Gespräch mit Ballettdirektor Gonzalo Galguera können Sie hier nachlesen.

Musikalische Leitung Svetoslav Borisov  
Choreografie, Regie Gonzalo Galguera
Bühne Darko Petrovic  
Kostüme Josef Jelínek
Dramaturgie Ulrike Schröder

Video

Pressestimme


So stark ist diese Ensembleleistung, dass der Schlussbeifall einmal fast erstirbt. Nicht aus Ablehnung, sondern nach viel Szenenapplaus für die »Pièces de bataille«, aus echter herzlicher Begeisterung. [...] Lou Beyne als führende Dame des Abends gestaltet ihre schwierigen Figuren mit Bravour und hat dazu das feine Gran Herbheit, dass man ihr die Hingabe als Korsarenbraut glaubt. Narissa Course ist die ebenbürtige Gefährtin.  [...] Raúl Pita Caballeros Ali ist das überragende Kraftpaket, der auch im Hintergrund das Geschehen von Anfang an beherrscht. Adrian Román Ventura hat eine enorme Vitalität [...] Daniel Smith kann so gut und fein charakterisieren, dass der Bruch mit Konrad ganz ohne aufgesetztes Schurkentum abläuft.  [...] Svetoslav Borisov und die Magdeburgische Philharmonie sind so etwas wie goldene Hufeisenbeschläge für das Magdeburger Ballett: Es glänzt alles und passt wie angegossen sogar im steilsten Galopp. [...] Das ist an diesem Premierenabend wie Peperoncini im Gourmet-Kakao.

Roland Dippel Die Deutsche Bühne online

7. 4. 2017

 

 


Das Handlungsballett »Le Corsaire« in der Inszenierung von Gonzalo Galguera besticht einerseits mit unglaublich vielfältiger, den Vorstellungen von einer orientalischen Welt aus Tausendundeiner Nacht angepassten Ausstattung (Bühne Darko Petrovic, Kostüme Josef Jelinek), und andererseits mit der konkurrierenden Situation der Sklavinnen Medora, getanzt von Primaballerina Lou Beyne, und Narissa Course in der Rolle der Gulnara. Lou Beyne ist mit einer faszinierenden Bühnenpräsenz und einer unnachahmlichen Grazie bis in den kleinen Finger unangefochten die führende Tänzerin im Ensemble.
Doch mit Narissa Course macht ein Talent auf sich aufmerksam, das das Zeug dazu hat, einmal als erste Solistin die Bewunderung der Zuschauer auf sich zu ziehen. [...] Unstrittig sind jedoch die hervorragenden tänzerischen Leistungen des gesamten Ensembles. Nicht minder einfühlsam und punktgenau mit der Choreografie agiert Svetoslav Borisov, 1. Kapellmeister der Magdeburgischen Philharmonie, am Pult.

Rolf-Dietmar Schmidt Volksstimme

8. 4. 2017

 


In der aufwendigen Magdeburger-Inszenierung sind nun ebenfalls mitreißend getanzte Seeräuber-Romantik und verführerischer Haremszauber mit orientalisierter Ästhetik zu erleben. Choreograf und Ballettdirektor Gonzalo Galguera vertraut auch diesmal auf das tänzerische Können, auf das von den Tänzerinnen und Tänzern exzellent beherrschte klassische Schritt- und Ausdrucksvokabular, auf Eleganz und Harmonie ganz im Sinne der Danse d’école. [...] In diesem Bühnenambiente sind die mehr als 30 Tänzerinnen und Tänzer, die von der Kompanie getanzten Korsaren, Haremsdamen, Marktfrauen, Korsarinnen und Sklavinnen ein Erlebnis, das für ein Stadttheater sensationell ist.

Herbert Henning tanznetz

7. 4. 2017

 

Unter Leitung des talentvollen Kubaners, der zudem eine Compagnie in Kolumbien führt, hat sich Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt in gut zehn Jahren zu einem Mekka klassischer Handlungsballette entwickelt und nimmt nun eine Sonderposition bei vergleichbaren Ensembles in den neuen Bundesländern ein. Nach »La Sylphide«, den drei Balletten Tschaikowskis, »Coppelia« und »Don Quichotte « entern derzeit Korsaren frohgemut entschlossen die Bühne des Großen Hauses. Alle Beteiligten, von den Gewerken bis zu den Akteuren, haben sich in diesem sprühenden Zweieinhalb-Stunden-Spektakel selbst übertroffen. [...] Magdeburgs Tänzer wachsen sichtlich an jeder Neuproduktion des ambitionierten Choreografen Galguera, bewältigen souverän und formvoll selbst knifflig virtuose Passagen. Was Lou Beyne als schmalgliedrige Medora und Adrián Román Ventura als behänder Konrad in den Duetten leisten, von brillanten Pirouetten bis zu einarmigen Stemmhebungen, ist ebenso beeindruckend wie die Sprungkraft eines Daniel Smith als Birbanto und die Stiltreue einer Narissa Course als Medoras Freundin.

Volkmar Draeger Neues Deutschland

3. 5. 2017