Hair

Rock-Musical in zwei Akten
Buch und Texte von Gerome Ragni und James Rado
Musik von Galt MacDermot
Deutsche Fassung von Nico Rabenald
Deutsche Liedtexte von Walter Brandin
Orchester-Arrangement von Damian Omansen

»Let the sunshine in!«

In den 1960er Jahren trat in Amerika die Flower-Power-Generation ihren Kampf gegen das Establishment an. Haare – lang und ungebändigt – wurden zum Symbol für Freiheit, Unangepasstheit und neue Lebensentwürfe. Einen Höhepunkt fand die Bewegung 1967 in ihrem Kampf gegen den Vietnam-Krieg: Unter der Losung »Make Love, Not War« demonstrierten die Hippies oder »Freaks«, wie sich manche von ihnen nannten, für eine humanere und friedlichere Welt. Im selben Jahr erlebte das Musical »Hair« seine Off-Broadway-Premiere. Mit diesem Stück gelang es den Textern Gerome Ragni und James Rado, das Lebensgefühl der Hippies, ihre Visionen und den rebellischen Zeitgeist auf schillernde Weise einzufangen. Die Musik steuerte der Songwriter Galt MacDermot, ein ehemaliger Kirchenmusiker, bei. Mit Songs wie »Aquarius«, »Let The Sunshine In«, »I Got Life«, »Good Morning, Starshine« und vielen weiteren machte er sich unsterblich. »Hair« – das ist ein mitreißendes Rock-Musical, das bis heute Fragen aufwirft: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wie schaffen wir den Spagat zwischen individueller Freiheit und einem friedlichen Zusammenleben? Wie können wir lernen, Unterschiede als Bereicherung anzusehen und nicht als Bedrohung?

Das Theater Magdeburg präsentiert das Musical »Hair« unter freiem Himmel auf dem Domplatz.

Vorstellungen
Donnerstag
30. 6. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Freitag
1. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Samstag
2. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Sonntag
3. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Mittwoch
6. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Donnerstag
7. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Freitag
8. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Samstag
9. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets
Sonntag
10. 7. 2016
21.00 Domplatz
Tickets

Musikalische Leitung Damian Omansen
Regie Erik Petersen
Bühne Jens Kilian
Kostüme Dagmar Morell
Choreografie Kati Farkas
Dramaturgie Thomas Schmidt-Ehrenberg

Claude Jan Rekeszus
Berger Gil Ofarim
Sheila Nedime Ince
Dionne Ana Milva Gomes
Hud Daniel Dodd-Ellis
Jeanie Beatrice Reece
Woof Andreas Bongard
Crissy Christina Patten

Ronny Denise Lucia Aquino
Mary Tina Haas
Diane Julia Davine
Bert Maickel Leijenhorst
Steve Anthony Curtis Kirby
Peter Romeo Salazar
Mr. Bukowski/Margaret Mead Peter Wittig
Mrs. Bukowski Ulrike Baumbach

Auch mit:
Frank Heinrich, Jürgen Jakobs, Chan Young Lee, Alejandro Muñoz Castillo, Uta Zierenberg

Ballett Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

Pressestimmen

Das Ganze lohnt sich, vor allem, weil in der Regie von Erik Petersen ein Hit auf den andern folgt, und die Truppe, perfekt gecastet, Genuss für Ohren, Augen und Gemüt bietet. Und weil »Hair« mit seinen über 30 Songs, von denen manche (von »Aquarius« über »Good Morning Starshine« bis »Let the Sunshine in«) wirkliche Welthits sind, das Lebensgefühl einer rebellischen Aufbruchszeit mit einer ernsthaften Botschaft von Love und Peace verbindet.

Joachim Lange, Mitteldeutsche Zeitung,
20. 6. 2016

»Hair« ist keine in sich geschlossene Geschichte, sondern eher die Aneinanderreihung von Szenen, Musikstücken, die inzwischen Welthits sind, Tanz und skurrilen Fantasieausflügen dank LSD. Wildes Hippie-Leben eben. Doch das war Petersen zu wenig. Krieg, Rassismus und Gewalt sind allgegenwärtig, das Auflehnen dagegen wichtiger denn je. Dennoch kommt die Unterhaltung zu keiner Sekunde zu kurz. Auf der fiktiven Baustelle des World Trade Centers geht es auf allen Ebenen drunter und drüber; es wird gesungen, gelacht, getanzt und geliebt. [...]
Jan Rekeszus in der Hauptrolle des Claude ist zweifellos ein Shooting-Star.  [...] Stimmlich herausragend überzeugte Ana Milva Gomes in der Rolle der Dionne. Die gebürtige Holländerin mit kapverdischen Wurzeln ist auf den europäischen Musicalbühnen zu Hause. Nedime Ince (Sheila) stand ihr in nichts nach. [...] Zu einem der Publikumslieblinge avancierte sehr schnell Beatrice Reece, die als Jeanie mit sehr viel Komik und gesanglicher Brillanz immer wieder ihre unerschöpfliche, aber unerwiderte Liebe zu Claude offenbarte. [...] Bühnenbildner Jens Kilian gelang der Spagat zwischen dem tristen Baustellenambiente voller Gerüste und dem farbigen, prallen Hippie-Leben bestens, und Dagmar Morell, zu jung, um auf eigene Hippie-Erfahrungen zurückgreifen zu können, fühlte sich mit sehr viel Fantasie bei der Kostümgestaltung ein. Sie alle trugen wesentlich dazu bei, dass auch das Musical-Open-Air 2016 zu einem Gütezeichen wurde.

Rolf-Dietmar Schmidt,
Volksstimme, 20. 6. 2016