Damon

Georg Philipp Telemann

… der neumodische Liebhaber oder Die Satyrn in Arcadien
Scherzhaftes Singspiel in drei Akten
Libretto vom Komponisten
In Kooperation mit den 23. Magdeburger Telemann-Festtagen und Opera Fuoco

»Ich glühe vor Sehnsucht, ich lodre vor Liebe!
Mein brennend Verlangen erhitzet die Triebe
und macht mich zum Ätna verzehrender Glut!«

Damon

Damon ist mit seinem Gefolge aus Satyrn in Arkadien eingefallen, um die dortige Frauenwelt gehörig durcheinanderzuwirbeln. Ob die schöne Mirtilla, die sich in Wahnsinn rettet, oder die unglücklich verliebte Elpina – keine ist vor ihm sicher, seitdem sein Widersacher Tyrsis zu Grabe getragen wurde. Was Damon nicht ahnt: Hinter der ebenso heiß begehrten Nymphe Caliste verbirgt sich kein anderer als Tyrsis, der seinen Tod bloß vorgetäuscht hat  …

Telemann schrieb die Verführungs- und Verwechslungskomödie für die Leipziger Oper, an der sie 1718 erklang. Sechs Jahre später überarbeitete er – mittlerweile nach Hamburg berufen – das Werk zur Wiedereröffnung der dortigen Oper am Gänsemarkt und bewies mit der überaus vielfältigen Partitur sein Händchen für komische Stoffe. Nach dem großen Erfolg 2010 mit »Orpheus« kehrt das französische Ensemble für Alte Musik »Opera Fuoco« an die Elbe zurück.

Unter der Schirmherrschaft des französischen Botschafters Philippe Etienne

Vorstellungen
Aktuell sind keine weiteren Termine bekannt.

Musikalische Leitung David Stern
Regie Aron Stiehl
Bühne Frank Philipp Schlößmann
Kostüme Dietlind Konold
Dramaturgie Benjamin Wäntig

Tyrsis Martin Candela
Mirtilla Natalie Pérez
Elpina Jennifer Courcier
Laurindo Alexandre Artemenko
Ergasto Thomas Florio
Damon Martin-Jan Nijhof
Nigella Sylvia Rena Ziegler

Orchestre d'Opera Fuoco

Pressestimmen

Doch in Magdeburg ist drin, was drauf steht. Telemann nennt sein 1718 in Leipzig uraufgeführtes Werk »Scherzhaftes Singspiel«. Und genau das packen Regisseur Aron Stiehl, Frank Philipp Schlößmann (Bühne) und Dietlind Konold (Kostüme) aus. Im Grunde holen sie mehr raus als drin ist. Und rascheln gewaltig mit der Verpackung. Jede Gefahr von langweiliger Routine wird mit einem Feuerwerk von kleinen und großen Einfällen offensiv umgangen.

Joachim Lange, »Mitteldeutsche Zeitung«,
14. 3. 2016

Das 2003 gegründete, auf historischen Instrumenten musizierende Ensemble »Opera Fuoco« beherrscht sein Metier. David Stern und die Musiker fanden ein fein abgewogenes Maß zwischen akzentuierter, die Handlung stützender »Klangrede« und einem farbenreichen, schön gemischten Orchesterton in den Akt-Vorspielen. Ein luftiges, atmendes Spiel war zu hören. [...] Und, nicht zu vergessen, das zauberschöne Arkadien entwarf Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann.

Irene Constantin, »Volksstimme«, 14.3.2016

Kunstgriffiges tönt aus dem hochgefahrenen Graben von dem in Paris ansässigen Orchestre de l‘Opera Fuoco. David Stern entwickelt mit seiner Konzertmeisterin Katharina Wolff einen wunderbar dichten Telemann-Klang. Er polarisiert die Partitur nicht, sondern grundiert ein einheitliches Werkkolorit. Weich und nachdrücklich klingt das – sehr intonationssicher, dem Bühnenspiel und den Situationen angepasst, rundum fokussiert und einfach richtig.

Roland H. Dippel, Leipziger Volkszeitung,
15. 3. 2016