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Premiere:
Fr, 10.02.2012

Die Dreigroschenoper

Bertolt Brecht/Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern nach John Gays »The Beggar’s Opera«, übersetzt von Elisabeth Hauptmann

»Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.« – Man soll sich nichts vormachen: Es sind schlechte Zeiten für anständige Menschen. Und wer nicht vor allem für sich selbst sorgt, ist vielleicht morgen schon weg vom Fenster. So jedenfalls denkt der Londoner Geschäftsmann Jonathan Peachum, der auf originelle Weise am Elend der Welt verdient. Sein mittelständisches Unternehmen »Bettlers Freund« stattet arme Schlucker gegen Gebühr zu mitleiderregenden Bettlern aus und kassiert eine schöne Provision von den milden Gaben der Wohlhabenden. Der Gangster Mackie Messer und seine Bande gehen dagegen den direkten Weg zu den Reichtümern der Londoner Gesellschaft: Einbruch und Diebstahl sind ihr erfolgreiches Gewerbe. Doch als Mackie die Tochter des Bettlerkönigs entführt und heiratet, sieht Peachum sein Unternehmen in Gefahr. Es kommt zum Krieg in Soho zwischen den beiden Herren der Unterwelt. Mackie wird von einer seiner Huren an die Polizei verraten und buchstäblich in letzter Minute vom Galgen herab gerettet …

Die Uraufführung der »Dreigroschenoper« fand am 31. August 1928 im Berliner Theater am Schiffbauerdamm statt. Es war die Geburtsstunde eines unglaublichen Welterfolgs – nicht zuletzt auf Grund der Melodien von Kurt Weill. Schon die krisengebeutelten Berliner der 1920er Jahre pfiffen auf der Straße den Kanonensong, das Lied der Seeräuber-Jenny oder »Und der Haifisch, der hat Zähne«, die Moritat von Mackie Messer. Dessen Abschiedsworte an die Damen und Herren der guten Gesellschaft haben nichts an Aktualität verloren: »Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?«

"In jedem Fall besticht die Inszenierung durch schauspielerischen und dramaturgischen Witz, rasante Choreografien, temperamentvoll arrangierte Musik (Leitung: Maria Hinze), respektable bis beeindruckende Gesangsleistungen und ein atmosphärisch starkes Bühnenbild (Christiane Hercher)." (Volkstimme, 13.2.1012)
 
"Brecht wird in  ein unterhaltendes Format der Gegenwart versetzt. Das ist Entertainement mit sozialem Gewissen. Der Abend lebt von der unverstellten, sehr natürlichen Musikalität der Akteure." (MDR Figaro, 11.2.2012)
 
"Jan Jochymski schafft es, seine Charaktere teilweise durch bewusste Überzeichnung oder Ironisierung ein herrlich schäges Bild abgeben zu lassen. Macheath (Sebastian Reck) ist eine Glanzbesetzung." (youngspeech, 12.2.1012)
 
"Die Musiker der Magdeburger Philharmonie geben eine tolle Kapelle ab". (Berliner Zeitung, 13.2.2012)

Musikalische Leitung Maria Hinze
Regie Jan Jochymski
Bühne Christiane Hercher
Kostüme Katherina Kopp
Choreografie Gunda Mapache
Chor Martin Wagner
Dramaturgie Stefan Schnabel, Ulrike Schröder

Macheath, genannt Mackie Messer Sebastian Reck Jonathan Jeremiah Peachum, Chef der Bettlerplatte Stefan Ebeling Celia Peachum, seine Frau Babette Slezak Polly Peachum, ihre Tochter Heide Kalisch Brown, Polizeichef von London Axel Strothmann Lucy, seine Tochter Susanne Krassa Die Spelunken-Jenny, Hure Michaela Winterstein Die Platte Jeremias Koschorz, Konstantin Marsch, David Nádvornik, Max Nehrig, Raimund Widra  Filch / Pfarrer / Smith Peter Wittig Moritatensänger Isolde Kühn

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