Susanne Krassa
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Spielort:
Schauspielhaus / Studio

Termine, Abendbesetzung     
und Karten:     
Sa, 30.10.2010 19:30

Irene Binz, die Frau im Kofferraum

von Ronald M. Schernikau / Werkstatt 3

„Irene Binz, die Frau im Kofferraum“ erzählt die Lebensgeschichte einer Frau aus Magdeburg: das Aufwachsen in der DDR, ihre Flucht nach Westdeutschland aus Liebe zum Vater des gemeinsamen Kindes, die Demütigung, als sie erfährt, dass dieser eine andere geheiratet hat, und das Misstrauen im Westen, ihr, der Genossin gegenüber.

„Irene Binz“ ist ein Stück deutsch-deutscher Geschichte, ein Stück über die Sehnsucht nach Heimat in der DDR-Familie und die blinden Flecken unserer Bilder vom „Osten“ und vom „Westen“. Aber auch ein Stück über den „Sinn“ von Lebensgeschichten und was das heißt: ein eigenes Leben.

Ronald M. Schernikau wurde 1960 in Magdeburg geboren. 1966 flieht seine Mutter mit ihm nach Westdeutschland. Er wächst in Hannover auf und zieht nach dem Abitur 1980 nach Westberlin, um dort Germanistik, Philosophie und Psychologie zu studieren. Im gleichen Jahr erscheint sein vielbeachtetes Debüt „Kleinstadtnovelle“. 1986 siedelt Schernikau nach Leipzig über zwecks Studium am Institut für Literatur Johannes R. Becher. 1989 erwirbt er die Staatsbürgerschaft der DDR und arbeitet als Dramaturg für Hörfunk und Fernsehen in Ostberlin. Ronald M. Schernikau stirbt 1991. Veröffentlichungen u.a.: „die tage in l. – darüber, dass die ddr und die brd sich niemals verständigen können geschweige denn mittels ihrer literatur“ (1989) und der Montageroman „legende“ (1999), der als Einlage das Drama „Irene Binz, die Frau im Kofferraum“ enthält. Posthum erscheinen auch „Königin im Dreck“ (2009) und das literarische Gesprächsprotokoll „Irene Binz. Befragung“ (2010)

Regie Alexander Marusch
Bühne und Kostüme Christiane Hercher

Mit Susanne Krassa, Isolde Kühn, Frank Benz, Martin Reik

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